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Bestrafte Untreue

1. |: Die Rosen blühen im Tale, Soldaten ziehen ins Feld: : "Ade nun, mein Liebchen so feine, ja, ja, so feine, von Herzen gefallest du mir, ja mir, von Herzen gefallest du mir!"

2. Und als er wieder nach Hause kam, Feinsliebchen stand vor der Tür. "Gott grüß dich, mein Liebchen so feine, - von Herzen gefallest du mir!"

3. "Was brauch ich denn dir zu gefallen; hab längst einen anderen Schatz! der ist ja viel schöner, viel feiner;
- von Herzen gefallet er mir!"

4. Was zog er heraus aus der Tasche? Ein Messer so scharf und so spitz; er stieß ihr das Messer ins Herze,
- das Blut ihm entgegenspritzt.

5. Und als er's wieder herauß er zog das Messer von Blute so rot: ach Herrgott im siebenten Himmel! - das Mägdlein war mauseleintot!

6. So geht's, wenn ein Mädel zwei Buben lieb hat, 's tut wunderselten gut! Da hat man's ja wieder gesehen,
- was falsche Liebe tut.

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