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Abschied

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1. Brüder, sammelt euch in Reihen um den schäumen-
den Pokal, den wir hier der Freiheit weihen bei der Freude
Bechermahl! Alle Brüder sollen leben,
die der Freundschaftsbund vereint; jeden soll ein
Hoch erheben, der es redlich mit uns meint!

2. Feiern wollen wir die Stunden unsrer frohen Burschenzeit;
denn das Herz wird nur gesunden, wo es sich der Freundschaft weiht!
Offen liegen alle Herzen, wo der Becher traulich blinkt, und verhüllt
entfliehn die Schmerzen, wo uns Lieb und Treue winkt.

3. Wenn die Feinde uns umringen, reichen wir die mutge Hand,
und des Kerkers Riegel springen vor dem treuen Bruderband. Wo
sich Brüder froh umarmen, flieht der Haß, der blasse Neid; nur die
Freundschaft mag erwarmen in dem Schoß der Fröhlichkeit.

4. Zwar der Trennung bange Stunde winkt uns oft nur allzu=
früh, reißt uns aus dem schönsten Bunde, der uns manchen Freund
verlieh! doch verscheuchet den Gedanken, jetzt, da ihr noch Burschen
seid! Nie wird unsere Freundschaft wanken, dauert unsre Biederkeit.

5. Finden wir uns einstens wieder in der Heimat goldnem Land,
preisen unsre Jubellieder noch das — — — — Band, feiern wir das
Angedenken an die flotte Burschenzeit, bis sich unsre Blicke senken in
das Meer der Ewigkeit.

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