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Freiheit, Recht und Biederkeit

J. C. F. Haug. Um 1800

1. Auf ihr Brüder, singet Lieder auf der goldnen Freiheit Wohl!
Jedem tön’s im Herzen wieder, was der Mund jetzt singen soll.
Auf und singt: Wer Freiheit ehret,
Recht und Biederkeit uns lehret, lebe, lebe
dreimal hoch! lebe, lebe dreimal hoch!

2. Fern vom heimatlichen Herde, an de- — kühlem Strand,
wo man Brudersinn uns lehrte, wo uns Freundschaft fest verband:
hier entflamm uns der Gedanke, daß — —ias Mut nie wanke, |: dieser
oft geprüfte Mut! :|

3. Ja, so lange wahrer Adel unsre Herzen noch entzückt, und so
lange noch kein Tadel der gekränkten Ehr uns drückt, sterb ich gern
für euch, ihr Freunde, schlage mutvoll eure Feinde, wie sie einstens
Hermann schlug.

4. Flieht, ihr Brüder, wo die Schande der Verbindung Siegel ist,
wo man treue Freundschaftsbande und ein Bruderherz vermißt! Möchte
doch von — —ias Söhnen keiner je der Falschheit frönen, keiner
je ein Feiger sein!

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