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Feldjägerlied

Bürger. 1794

1. Mit Hörnerschall und Lustgesang, als ging es froh zur
Jagd, so ziehn wir Jäger wohlgemut, wenn’s not dem Vater-
lande thut, hinaus ins Feld der Schlacht, hinaus ins Feld der Schlacht.

2. Gewöhnt sind wir von Jugend auf an Feld= und Waldbeschwer;
wir klimmen Berg und Fels empor und waten frisch durch Sumpf
und Moor, |: durch Schilf und Dorn einher. :|

3. Nicht Sturm und Regen achten wir, nicht Hagel, Reif und
Schnee; in Hitz und Frost, bei Tag und Nacht sind wir bereit zur
Fahrt und Wacht, als gält es Hirsch und Reh.

4. Wir brauchen nicht zu unsrem Mahl erst Pfanne, Topf und
Rost; im Hungersfall ein Bissen Brot, ein Labeschluck in Durstesnot
genügen uns zur Kost.

5. Wo wackre Jäger Helfer sind, da ist es wohl bestellt; denn
Kunst erhöht und Kraft und Mut, wir zielen scharf und treffen gut,
und was wir treffen, fällt.

6. Und färbet gleich auch unser Blut das Feld des Krieges rot:
so wandelt Furcht uns doch nicht an; denn nimmer scheut ein braver
Mann fürs Vaterland den Tod.

7. Erliegt doch rechts, erliegt doch links so mancher tapfre Held;
die Guten wandeln Hand in Hand frohlockend in ein Lebensland, wo
niemand weiter fällt.

8. Doch trifft denn stets des Feindes Blei? Verletzt denn stets
sein Schwert? Ha! öfter führt das Waffenglück uns aus dem Mord=
gefecht zurück gesund und unversehrt.

9. Dann feiern wir als Heldenfest bei Bischof, Punsch und Wein.
Zu Freudentänzen laden wir ums aufgepflanzte Siegspanier die schönsten
Schönen ein.

10. Und jeder Jäger preist den Tag, da er ins Schlachtfeld zog;
bei Hörnerschall und Becherklang ertönet laut der Chorgesang: „Wer
brav ist, lebe hoch!“

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