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Deutsches Lied

Em. Geibel

1. Kennt ihr das Land der Eichenwälder, das Land des Ernstes
und der Kraft? Kennt ihr das Land der Ährenfelder und
seiner Reben Feuersaft, die Aun vom Himmel reich be-
taut, von blauen Bergen überschaut? Das schöne
Land, ich nenn es mein, und ewig soll es hochgepriesen
sein, das schöne Land, ich nenn es mein, und ewig
soll es hochgepriesen sein.

2. Kennt ihr das Volk in diesem Lande, das Volk der Sitte und
der Treu, das in bescheidenem Gewande ein Herz bewahrt, so frisch
und frei, wie’s einstens hinter Schild und Pflug den wackern deutschen
Vätern schlug? |: Das treue Volk, ich nenn es mein, und ewig soll
es heiß geliebet sein. :|

3. Kennt ihr das kühne, oft belobte, das mutentflammte deutsche
Herz, wie es der Arm, der viel erprobte, bewährte mit der Wucht des
Schwerts? Noch führt der Arm den frischen Zug, mit dem er einst
die Feinde schlug. Das deutsche Herz, ich nenn es mein, und ewig
soll es treu bewahret sein.

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