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Blüchers Gedächtnis

Ludwig Rellstab. 1820

1. Ich hab einen mutigen Reiter gekannt, der
er schwang seine Klinge mit kräftiger Hand und
wußte sein Roß zu regieren;
wußte die Scharen zu führen. Er ritt in den Schlachten wohl
immer vorauf, „Hurra!“ so rief er, „frisch auf, frisch auf! wir
fechten fürs heilige Vaterland!“ —- Den mutigen Reiter, den
hab ich ge=kannt, den mutigen Reiter, den hab ich gekannt!

2. Ich hab einen mächtigen Feldherrn gekannt, der wußte den
Tod zu verachten; der Sieg war an seine Fahne gebannt, er war der
Löwe der Schlachten. Er leuchtete vor wie ein strahlender Stern, dem
folgten wir treu, dem folgten wir gern, ihm war unser Herz von liebe
entbrannt —- |: Den mächtigen Feldherrn, den hab ich gekannt. :|

3. Wir haben den Helden der Freiheit gekannt, er hat sich auf
Lorbeern gebettet; wir haben ihn Vater Blücher genannt, uns alle hat
er gerettet. Die fränkischen Ketten, er riß sie entzwei, er machte das
Vaterland glücklich und frei; nun ist er gestorben und ruht unterm
Sand, —- wir haben den Helden der Freiheit gekannt.

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