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Heil Hohenzollern!

Gustav Weck

1. Hohenzollern, Hohenzollern, Wort voll Feuer und voll Glut,
das in seinen Purpur faltet, was da herrlich, groß und gut, das da
tönt wie Schwerter schneidig und wie Heimatglocken traut: mächtig
greifst du an die Herzen wie kein andrer Erdenlaut!

2. Hohenzollern, seit der erste deiner Fürsten jugendstark seinen
Heerschild klirrend setzte vor die sturmzerfetzte Mark, welche Führer
thatenfreudig, welche Männer stolz und schlicht, welche Frauen hold und
sittig gabst du deinem Volke nicht!

3. Her vor siegenden Geschwadern stürmt der Held von Fehrbellin;
Friedrichs Adlerauge leuchtet und Europas Heere fliehn; Wilhelm,
Preußens greiser König, lorbeerprangend, demutreich -–: nimmer eine
Erdenkrone trug ein andre, diesem gleich!

4. Und voran dem hehren Zuge schwebt ein unvergessnes Bild,
trauervoll, doch unter Thränen aufwärts deutend, fromm und mild -–
Thränen, heimgezahlt dem Enkel, unsrem Dulder, unsrem Herrn! -–
Hohenzollern, auch im Leide bliebst du Deutschlands heller Stern!

5. Hohenzollern, unerschüttert blickst du von des Reiches Wart
auf die Welt, die feindlich brandet und in Waffenrüstung starrt:
deine Treuen schirm in Frieden, was dir trotzen will, zerbrich –- Hohen-
zollern, Hohenzollern -– Kaiseraar, wir grüßen dich!

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