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Freiheitskämpfer

Friedrich v. Schlegel. 1809

1. Es sei mein Herz und Blut geweiht, dich, Vaterland zu retten;
wohlan, es gilt, du seist befreit, wir sprengen deine Ketten!
Nicht fürder soll die arge That des Fremdlings Übermut,
Verrat in deinem Schoß sich betten!

2. Wer hält, wem frei das Herz noch schlägt, nicht fest an deinem
Bilde? Wie kraftvoll die Natur sich regt durch deine Waldgefilde, so
blüht der Fleiß, dem Neid zur Qual, in deinen Städten sonder Zahl,
und jeder Kunst Gebilde.

3. Der deutsche Stamm ist alt und stark, voll Hochgefühl und
Glauben. Die Treue ist der Ehre Mark, wankt nicht, wenn Stürme
schnauben. Es schafft ein ernster, tiefer Sinn dem Herzen solchen Hoch-
gewinn, den uns kein Feind mag rauben.

4. So spotte jeder der Gefahr! die Freiheit ruft uns allen. So
will’s das Recht, und es bleibt wahr, wie auch die Lose fallen: ja,
sinken wir der Übermacht, so wolln wir doch zur Todesnacht glorreich
hinüber wallen!

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