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Die Wacht am Rhein

Max Schneckenburger. 1840

1. Es braust ein Ruf wie Donnerhall, wie Schwertgeklirr und
Wogenprall: Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein! Wer
will des Stromes Hüter sein? Lieb Vaterland, magst
ruhig sein, lieb Vaterland, magst ru=hig sein: Fest steht und
treu die Wacht, die Wacht am Rhein! Fest steht und
treu die Wacht, die Wacht am Rhein!

2. Durch Hunderttausend zuckt es schnell, und aller Augen blitzen
hell: Der deutsche Jüngling, fromm und stark, beschirmt die heilge
Landesmark. Lieb Vaterland ec.

3. Er blickt hinauf in Himmelsaun, wo Heldengeister nieder=
schaun, und schwört mit stolzer Kampfeslust: „Du, Rhein, bleibst deutsch
wie meine Brust!“

4. „Und ob mein Herz im Tode bricht, wirst du doch drum ein
Welscher nicht. Reich wie an Wasser deine Flut ist Deutschland ja an
Heldenblut“

5. „So lang ein Tropfen Blut noch glüht, noch eine Faust den
Degen zieht, und noch ein Arm die Büchse spannt, betritt kein Feind
hier deinen Strand.“

6. Der Schwur erschallt, die Woge rinnt, die Fahnen flattern hoch
im Wind: Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein! Wir alle
wollen Hüter sein! Lieb Vaterland ec.

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