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1. Bekränzt mit Laub den lieben, vollen Becher
|: und trinkt ihn fröhlich leer! :|
In ganz Europia, ihr Herren Zecher,
|: ist solch ein Wein nicht mehr. :|

2. Er kommt nicht her aus Hungarn noch aus Polen,
|:noch wo man franzmänn'sch spricht.:|
Da mag St.Veit, der Ritter, Wein sich holen,
|:wir holen ihn da nicht. :|

3. Ihn bringt das Vaterland aus seiner Fülle;
|:wie war' er sonst so gut! :|
Wie war' er sonst so edel, wäre stille
|:und doch voll Kraft und Mut!:|

4. Er wächst nicht überall im deutschen Reiche;
|: und viele Berge, hört,: |
sind, wie die weiland Kreter, faule Bäuche
|:und nicht der Stelle wert.:]

5. Thüringens Berge zum Exempel bringen
|: Gewächs, sieht aus wie Wein,:|
ist's aber nicht. Man kann dabei nicht singen,
|:dabei nicht fröhlich sein.:|

6. Im Erzgebirge dürft ihr auch nicht suchen,
|:wenn ihr Wein finden wollt;:|
das bringt nur Silbererz und Koboltkuchen
|:und etwas Lause gold.:|

7. Der Blocksberg ist der lange Herr Philister,
|:er macht nur Wind, wie der;:|
drum tanzen auch der Kuckuck und sein Köster
|:auf ihm die Kreuz und Quer.: |

8. Am Rhein, am Rhein, da wachsen unsre Reben!
|:Gesegnet sei der Rhein! :|
Da wachsen sie am Ufer hin und geben
|: uns diesen Labewein.: |

9. So trinkt ihn denn und laßt uns allewege
|:uns freun und fröhlich sein!:!
Und wüßten wir, wo jemand traurig läge,
|:wir gäben ihm den Wein!:|

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