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Treuer Tod

Th. Körner. 1813

1. Der Ritter muß zum blutgen Kampf hinaus, für Freiheit,
Ruhm und Vaterland zu streiten; da zieht er noch vor seines Liebchens
Haus, nicht ohne Abschied will er von ihr scheiden. O weine
nicht die Äuglein rot, als ob nicht Trost und Hoffnung
bliebe! Bleib ich doch treu bis in den Tod, bleib ich doch
treu bis in den Tod dem Vaterland und meiner Liebe!

2. Und als er ihr das Lebewohl gebracht, sprengt er zurück zum
Haufen der Getreuen; er sammelt sich zu seines Kaisers Macht, und
mutig blickt er auf der Feinde Reihen. „Mich schreckt es nicht, was
uns bedroht, und wenn ich auf der Walstatt bliebe! |: Denn freudig
geh ich in den Tod :| für Vaterland und meiner Liebe!

3. Und furchtbar stürzt er in des Kampfes Glut, und tausend
fallen unter seinen Streichen; den Sieg verdankt man seinem Helden-
mut, doch auch den Sieger zählt man zu den Leichen. „Ström hin,
mein Blut, so purpurrot, dich rächten meines Schwertes Hiebe; ich
hielt den Schwur: Treu bis in den Tod dem Vaterland und meiner Liebe!

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