arrow_back KommersbuchApp

Die Wiederkehr in das Vaterland.

-

1. Bist du das Land, wohin mich Sehnsucht zieht? die
goldne Flur, die einst um mich geglüht? die ferne
mich in Träumen hold umschwebt, mit neuer Kraft den
Sinkenden belebt? Bist du das Land? Bist du das
Land? Gegrüßt, gegrüßt sei mir, o Vaterland!

2. Bist du die Stadt, am kleinen Strom gebaut, nach der mein
Blick voll Wehmut oft geschaut? wo mich der Lenz der Kindheit einst
umfing und heiß mein Herz am jungen Leben hing? |: Bist du die
Stadt? :| Zu dir, zu dir komm ich, o Vaterstadt!

3. Bist du das Haus, wo meine Wiege stand, wo ich den Schmerz
des Lebens nie empfand? wo mir voll Glanz die fernste Zukunft
schien, die Welt ein Pfad, wo ewge Freuden blühn? Bist du das
Haus? O nimm mich auf noch einmal, Vaterhaus!

4. Seid ihr die Aun, bist du das stille Thal, die ich durchwallt
im roten Abendstrahl? wo meinen Geist begrenzt der Ferne Flor und
sich mein Blick im weiten Blau verlor? Seid ihr die Aun? Empfangt,
empfangt mich wieder, Heimatsaun!

5. Dürft ich hier ruhn von meiner Irrfahrt Lauf, dann schwieg
der Sturm, der Morgen schlöss sich auf, dem kleinen Strom gäb ich
den Wanderstab, und Freundes Arme führten mich ans Grab, ans
stille Grab; zur Väterschar stieg ich dann froh hinab!

vertical_align_top