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Wir hatten gebauet ein stattliches Haus (Zur Auflösung der Jenaer Burschenschaft 1819)

1. Wir hatten gebauet ein stattliches Haus |: und drin auf Gott vertrauet trotz Wetter, Sturm und Graus. :|

2. Wir lebten so traulich, so innig, so frei, den Schlechten ward es graulich, wir lebten gar zu treu!

3. Man lugte, man suchte nach Trug und Verrat, verleum�dete, verfluchte die junge gr�ne Saat!

4. Was Gott in uns legte, die Welt hat's veracht't, die Einigkeit erregte bei Guten selbst Verdacht!

5. Man schalt sie Verbrechen, man t�uschte sich sehr; die Form kann man zerbrechen, die Liebe nimmermehr.

6. Die Form ist zerbrochen, von au�en herein, doch, was man drin gerochen, war eitel Trug und Schein.

7. Das Band ist zerschnitten, war Schwarz, Rot und Gold, und Gott hat es gelitten, wer wei�, was er gewollt.

8. Das Haus mag zerfallen � was hat's dann f�r Not? Der Geist lebt in uns allen, und unsre Burg ist Gott!

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