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Wie bin ich, ach, so tief gesunken

1. Wie bin ich, ach, so tief gesunken!
In allen Schenken kehr' ich ein,
von Liebe, Lied und Jugend trunken.
Drei Jahre schon geriet der Wein!
Und auch im vierten bl�hen Reben.
Ihr lieben Freunde, stimmt mit ein:
|:Was braucht man mehr, um froh zu sein,
als Jugend, Liebe, Lied und Wein!:|

2. Wie sich die armen Toren plagen,
f�r sich erst, dann f�rs Vaterland,
geduldig alle Lasten tragen
um Amt und W�rden, Stern und Band!
� Wie leicht war's, ihnen nachzustreben,
blieb" nur dabei die Seele rein. �
|: Was braucht man mehr, um froh zu leben,
als Freiheit, Liebe, Lied und Wein!:|

3. Und doch, die Freiheit zu verscherzen,
trieb's mich nach einem Throne hin.
� Wie ruh' ich fromm an deinem Herzen,
du goldgelockte K�nigin!
Die sch�nsten Augen sollen leben
und meiner N�chte Sterne sein.
|: Ach, was sie fordern, was sie geben,
ist s��er noch als Lied und Wein!:|

4. Und die auf ihren Sch�tzen br�ten,
wie lach' ich die Philister aus:
mein volles Herz ist nicht zu h�ten,
und jedem offen steht mein Haus.
Drin kann ein Bettler Feste geben.
� Ihr lieben Freunde schenket ein:
|: Was braucht man mehr, um froh zu leben,
als in den Schenken edeln Wein!:|

5. Doch k�mmert eins mich: Lieb' und Lieder
� was w�ren beide ohne Wein?
Und sprecht, was war' dies alles wieder,
blieb' unser nicht der freie Rhein?
Ob ihn die Feinde rings umgeben,
auf, zieht die Schwerter, schlaget drein:
|:denn ohne Wein kann ich schon leben,
doch Deutschland niemals ohne Rhein! :|

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