arrow_back KommersbuchApp

Wer recht in Freuden wandern will

1. Wer recht in Freuden wandern will,
der geh' der Sonn' entgegen:
da ist der Wald so kirchenstill,
kein L�ftchen mag sich regen;
noch sind nicht die Lerchen wach,
nur im hohen Gras der Bach
singt leise den Morgensegen, den Segen.

2. Die ganze Welt ist wie ein Buch,
darin uns aufgeschrieben
in bunten Zeilen manch ein Spruch,
wie Gott uns treu geblieben.
Wald und Blumen nah und fern
und der helle Morgenstern
sind Zeugen von seinem Lieben.

3. Da zieht die Andacht wie ein Hauch
durch alle Sinnen leise;
da pocht ans Herz die Liebe auch
in ihrer stillen Weise,
pocht und pocht, bis sich's erschlie�t,
und die Lippe �berflie�t
von lautem, jubelndem Preise.

4. Und pl�tzlich l��t die Nachtigall
im Busch ihr Lied erklingen;
in Berg und Tal erwacht der Schall
und will sich aufw�rts schwingen,
und der Morgenr�te Schein
stimmt in lichter Glut mit ein:
La�t uns dem Herrn lobsingen.

vertical_align_top