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Und als der Herr von Rodenstein

1. Und als der Herr von Rodenstein
zum Frankenstein sich wandte,
empfing er seinen Ehrenwein,
so wie es Brauch im Lande.
In Beerbach vor dem Rathaus bracht'
der Zentgraf mit den Bauern
den Kauzenkrug. Der Alte lacht':
"Nur her mit eurem Sauern!
Ihr Mannen macht das Armbein krumm,
er Willekumm |: gaht um,:|
holliro, das Bauernk�uzlein
|:gaht um, gaht um!:|

2. Als er von dort sich durchgezerrt
zur Frankensteiner Linde,
stand Weg und Durchpa� dichtversperrt
vom jungen Burggesinde:
ein Reiterstiefel lebensgro�
von Ton, ein fein bemalter,
ward ihm gef�llt kredenzt aufs Ro�
und alles sang den Psalter:
�Ihr Mannen, macht das Armbein krumm,
der Willekumm gaht um, gaht um,
holliro, der gro�e Stiefel gaht um usw."

3. Im Burghof gr��t' ein zweiter Schwarm
ihn mit Kartaunenz�ndung,
da schwang der Burgherr selbst im Arm
des zweiten Stiefels Rundung.
Des Schlo�bergs Feinsten go� man ein
und w�rdig sprach der Ritter:
�Herr Nachbar, nit auf eynem Bein!
Der hier schmeckt auch nicht bitter.
Ihr Mannen, macht das Armbein krumm,
der Willekumm gaht um, gaht um,
holliro, der gro�e Stiefel gaht um usw.

4. Der Rodenstein trank aus und rief:
�Gott segne deine Nase!
Die meine bog sich beinah'
schief von solchem Strom im Glase.
Jetzt w�ll's wir in dem Rittersaal
ausruhn vom ersten Tosen;
mir ahnt, dort f�llt dein Eh'gemahl
das Trinkhorn Karls des Gro�en.
Und nochmals hei�t's: das Armbein krumm,
der Willekumm gaht um, gaht um,
holliro, des Kaisers H�rnlein gaht um usw."

5. ... Beim Abschied �ndern Morgens war
ein Nebel weit und breite,
da bracht" man ihm das Stammbuch dar
zum Eintrag, eh' er scheide.
Und zitt'rig schrieb er: �Kund soll sein,
da� ich hie eingeritten
und lob' das Haus zum Frankenstein
als Haus von guten Sitten:
der Willkumm hat mir so gemund't,
da� ich das Bett nicht finden kunnt',
holliro, nicht nur der Stiefel,
|:'s ging alles um!":|

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