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1. Auf Deutschlands hohen Schulen, da trinken des Gerstenweins
alte deutsche Völker schafften ein Glas und immer noch eins.
|: Die Bayern und Alamannen, Westfalen und Friesen auch,
Thüringer, Sachsen und Franken, sie folgen dem heiligen Brauch. :|

2. Das ist altdeutsche Sitte; in seiner Germania
hat's Tacitus schon berichtet, hört zu, wie das geschah:
|:An einem Sommerabend, im Schatten des heiligen Hains,
da zechten die alten Deutschen auf beiden Ufern des Rheins.:|

3. Und sieh, des Wegs von ferren ein Römer kam zu Fuß;
der sagte: "Meine Herren, mein Nam' ist Tacitus.
|:Von Ihres Landes Sitten schreib' ich eine Biographie,
drum wollte ich Sie bitten, erklären Sie mir die!":|

4. Die alten Deutschen schwiegen und reichten ihm den Krug;
er trank in kurzen Zügen, rief bald "Jetzt hab' ich genug."
|:Da lachten die alten Deutschen auf beiden Ufern des Rheins
und ließen ihn spinnen und trinken ein Glas und immer noch eins. :|

5. Und als er am ändern Morgen sich seinen Kater besah,
da schrieb er aus Zorn und Rache in seine Germania:
|:"Es wohnen die alten Deutschen auf beiden Ufern des Rheins,
sie liegen auf Bärenhäuten und trinken immer noch eins." :|

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