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Sei mir gepriesen und gelobt

1. Sei mir gepriesen und gelobt,
du sagenfroher Rhein,
wo ich gekostet und geprobt
so manchen goldnen Wein!
An deinen Ufern rebengr�n,
viel sch�ne Frau'n und M�dchen bl�hn;
wo aber wandelt eine,
die sch�nste Frau vom Rheine?

2. Ich wei� es wohl, doch nimmerdar
werd' ich es euch gestehn,
es w�rde sonst der Pilger Schar
zu ihr auf Wallfahrt gehn.
Ich sa� bei ihr am Tafelrund,
doch mir erstarb das Wort im Mund,
stumm fand mich selbst beim Weine
die sch�nste Frau vom Rheine.

3. Es schwebt gleich einer K�nigin
ihr lilienstolzes Bild,
ihr Wesen Anmut, Huld ihr Sinn,
ihr L�cheln wundermild.
Die Augen brunnentief und klar,
hoch kr�net dunkellockig Haar
die Stirn von Elfenbeine
der sch�nsten Frau vom Rheine.

4. Zieh hin, mein Lied, mit leisem Ton
und kling umher um sie,
an ihrem Sitz, an ihrem Thron,
zu ihren F��en knie.
Soviel des Wassers flie�t zur Au,
soviel des Weines w�chst im Gau,
soviel gr�� mir die eine,
die sch�nste Frau vom Rheine!

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