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In silbernem Mondlicht wallte der Rhein

1. In silbernem Mondlicht wallte der Rhein,
ein Posthorn klang in der Ferne,
wir sahen uns tief in die Augen hinein
und leuchtend standen die Sterne.
Da hast du mir schluchzend dein Lieben bekannt,
wie hat es so s�� mir geklungen!
Dann bin ich gefahren durchs bl�hende Land
und habe begeistert gesungen:
Du strahlender Himmel, wie bist du so tief,
du bl�hende Erde, wie wurdest du weit,
diesweilen ich tr�umte, dieweilen ich schlief!
|:Gegr��t, seid gegr��t! Es ist Fr�hlingszeit! :|

2. Und wieder bl�hte der Holder im Tal,
und wieder zum Rhein ging mein Wandern,
da sah ich dich heimlich zum letztenmal,
da hingst du am Arm eines andern.
Ich wei� nicht, war es ein Schmerzensschrei,
der schrill durch die Stille geklungen?
Da zogen_ wandernde Burschen vorbei,
die haben mein Lied gesungen:
Du strahlender Himmel usw.

3. Es werden die Blumen verbl�hn und vergehn
man wird mich vergessen, begraben,
und du? Du wirst ihn nicht wiedersehn,
den wilden verlassenen Knaben!
Doch kommst an mein Grab du, so geh nicht vorbei;
sieh einmal trauernd hernieder;
es ist ja wie damals_ mitten im Mai
und die Amsel_ singt es im Flieder:
Du strahlender Himmel usw.

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