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1. Am Rhein, am grünen Rheine,
da ist so mild die Nacht;
die Rebenhügel liegen in goldner Mondenpracht.
Und an den Hügeln wandelt
ein hoher Schatten her
|: mit Schwert und Purpurmantel,
die Krone von Golde schwer. :|

2. Das ist der Karl, der Kaiser,
der mit gewalt'ger Hand
vor vielen hundert Jahren geherrscht
im deutschen Land.
Er ist heraufgestiegen
zu Aachen aus der Gruft
|:und segnet seine Reben
und atmet Traubenduft:|

3. Bei Rödesheim da funkelt
der Mond ins Wasser hinein
und baut eine goldene Brücke
wohl über den grünen Rhein.
Der Kaiser geht hinüber
und schreitet langsam fort
|: und segnet längs dem Strome
die Reben an jedem Ort.:|

4. Dann kehrt er heim nach Aachen
und schläft in seiner Gruft,
bis ihn im neuen Jahre
erweckt der Trauben Duft.
Wir aber füllen die Römer
und trinken im goldenen Saft
|: uns deutsches Heldenfeuer
und deutsche Heldenkraft.:|

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